Bodentransport in New York: der Guide für Europäer

Car Service in New York erklärt: Yellow Cabs, Black Cars, Apps und die Eigenheiten von JFK, LGA und EWR, die Reisende aus Europa regelmäßig überraschen.

Joshua Faerber Founder & Owner
7 Min. Lesezeit de

Wer aus Europa nach einem Car Service in New York sucht, betritt eine Verkehrskultur mit eigenem Vokabular, eigener Geschichte und eigenen Fallstricken für Unvorbereitete. Das New Yorker System ist nicht schlechter als das europäische (in mancher Hinsicht ist es wettbewerbsintensiver), aber es ist anders organisiert, und die Unterschiede beginnen bei der Bedeutung der Wörter.

Eine Sache vorweg, klar gesagt: SilverDrive fährt nicht in den Vereinigten Staaten. Wir sind ein in Amsterdam gegründetes Chauffeurunternehmen, das in ganz Europa arbeitet. Was wir zu diesem Thema beitragen, ist der Blick eines Profis auf Bodentransport und ein Kundenkreis, der ständig nach New York fliegt: Wir übernehmen den Transfer nach Schiphol am Abflugtag und die Abholung, wenn Sie zurücklanden. Das amerikanische Mittelstück der Reise organisieren Sie selbst; dieser Guide ist unser Versuch, Ihnen das leicht zu machen.

Das Vokabular: Yellow Cabs, Black Cars und warum „Car Service” heißt, was es heißt

Die lizenzierten Personenfahrzeuge New Yorks lassen sich in wenige klare Kategorien einteilen, alle reguliert von der Taxi and Limousine Commission der Stadt.

Yellow Cabs sind das Wahrzeichen des Heranwinkens. Sie tragen eine Medaille, fahren mit reguliertem Taxameter und konzentrieren sich ganz überwiegend auf Manhattan. Sie winken eines vom Straßenrand heran; buchen können Sie es nicht.

Grüne Boro Taxis existieren genau deshalb, weil Yellow Cabs die äußeren Bezirke kaum befahren: Sie dürfen Fahrgäste in Upper Manhattan, Brooklyn, Queens, der Bronx und auf Staten Island von der Straße aufnehmen.

Black Cars und Livery Services sind die vorbestellte Ebene, disponiert von lizenzierten Basen. Daher stammt der Begriff Car Service: Jahrzehntelang riefen Haushalte in Brooklyn und Queens die Basis im Viertel an, und eine Limousine erschien, der Preis vorab genannt. Das Black-Car-Ende derselben Tradition bediente die Wall Street und das Manhattan der Konzerne: professionelle Fahrer, unauffällige dunkle Limousinen, Firmenkonten statt Taxameter. Wenn ein New Yorker sagt, er rufe einen Car Service, meint er genau das, und es ist der nächste Verwandte des europäischen Mietwagens mit Fahrer und der Chauffeurarbeit.

Apps, allen voran Uber und Lyft, gehören rechtlich zum selben regulierten Universum der Mietfahrzeuge und haben in der Praxis einen großen Teil des spontanen Vorbestellmarktes aufgesogen. Dynamische Preise gelten, und sie schlagen zu belebten Zeiten kräftig aus.

Die europäische Übersetzung: Ein Yellow Cab ist ein herangewinktes Taxi, eine App ist eine App, und ein richtiger Car Service entspricht einer Buchung mit Festpreis bei einem Mietwagen mit Fahrer oder einem Chauffeurdienst. Für alles Terminierte (eine Fahrt zum Flughafen, ein Termin am Morgen) buchen New Yorker, die Sicherheit schätzen, weiterhin den Car Service.

Vom Flughafen in die Stadt: JFK, LGA und EWR

New York hat drei große Flughäfen, und sie sind nicht austauschbar. Jeder hat eigene Eigenheiten beim Zugang.

JFK ist das wichtigste Tor über den Atlantik und der Ort, an dem die meisten Flüge aus Amsterdam ankommen. Seine Terminals sind durch den AirTrain verbunden, der auch Anschluss an die U-Bahn und die Long Island Rail Road bietet: die günstige, stausichere Route in die Stadt. Der offizielle Taxistand bietet einen regulierten Festbetrag nach Manhattan; ignorieren Sie jeden, der Ihnen im Terminal eine Fahrt anbietet, denn das ist illegal und der älteste Trick am Flughafen. Vorab arrangierte Wagen treffen Fahrgäste an ausgewiesenen Abholbereichen. Die Fahrt nach Midtown dauert je nach Tageszeit rund 45 bis 90 Minuten. Der JFK verdient ein eigenes Briefing, und wir haben eines geschrieben: siehe unseren JFK-Flughafenguide für europäische Reisende.

LaGuardia (LGA) liegt näher an Manhattan und ist überwiegend inneramerikanisch, also relevant, wenn New York Ihr Einstieg für weitere US-Reisen ist. Es gibt keine Bahnanbindung; der Zugang erfolgt über die Straße, und die kurze Entfernung täuscht, weil sich die Zufahrtsstraßen stark stauen.

Newark (EWR) liegt jenseits des Flusses in New Jersey und ist ein echtes alternatives Tor mit eigener Bahnverbindung nach Manhattan über einen AirTrain und Fernzüge. Auf der Straße sind die Flussquerungen der Engpass; ein genannter Fahrpreis sollte die Maut berücksichtigen.

FlughafenBahnoptionÜbliche Fahrt nach MidtownAchten Sie auf
JFKAirTrain plus U-Bahn oder LIRR45 bis 90 MinutenSchlepper an der Taxischlange; weitläufige Terminals
LGAkeine (nur Busanbindung)25 bis 60 Minutentrügerische Nähe, verstopfte Zufahrten
EWRAirTrain plus Fernbahn New Jersey45 bis 75 MinutenMaut und Schlangen an den Flussquerungen

Der Verkehr in Manhattan, ehrlich beschrieben

Europäische Besucher unterschätzen beständig zwei Dinge an Manhattan: wie langsam Autos vorankommen und wie gut die Alternativen sind. Der Querverkehr von Ost nach West kann langsamer sein als Gehen. Für die Einfahrt in den belebtesten Teil Manhattans gilt inzwischen eine Staugebühr, mit Sätzen, die sich im Lauf der Zeit ändern; prüfen Sie also die aktuellen Beträge, statt einer gedruckten Zahl zu vertrauen.

Der ehrliche Rat, von einem Unternehmen, das seinen Lebensunterhalt mit Chauffeurservice verdient: Nehmen Sie innerhalb Manhattans für die meisten kurzen Wege die U-Bahn oder gehen Sie zu Fuß. Nutzen Sie den Wagen dort, wo Wagen wirklich gewinnen: Flughafentransfers, Abendfahrten, Tage mit Gepäck oder mehreren Stadtbezirken und jeder Terminplan, bei dem ein Fahrer, der namentlich bekannt am Bordstein wartet, mehr wert ist als der Fahrpreis. Genau diese Logik wenden wir in unserem eigenen Netz in Amsterdam und in ganz Europa an; guter Bodentransport heißt zu wissen, wann man nicht fährt.

Wie Sie einen New Yorker Car Service über den Ozean hinweg beurteilen

Eine Livery-Basis in Queens können Sie vom Schreibtisch in Amsterdam aus nicht besichtigen, doch Sie können dieselben Prüfungen anwenden wie wir. Stellen Sie vier Fragen, bevor Sie irgendeinen Car Service in New York buchen: Ist der Preis fest und vorab schriftlich genannt? Ist der Anbieter ordnungsgemäß von der Stadt lizenziert? Verfolgt er Ihren Flug, samt inbegriffener Wartezeit, wenn er Sie am Flughafen abholt? Und bestätigt er den Abholpunkt genau (Terminal, Tür, Schild) statt nur „vor der Ankunft”?

Jeder etablierte New Yorker Anbieter besteht alle vier Prüfungen mühelos. Bleiben die Antworten vage, buchen Sie anderswo; an Profis herrscht in dieser Stadt kein Mangel. Rechnen Sie damit, dem Fahrer Trinkgeld zu geben: 15 bis 20 Prozent sind in den USA üblich, sofern das Trinkgeld nicht bereits enthalten ist, ein echter kultureller Unterschied zu Europa. Das weitere amerikanische Bild jenseits von New York finden Sie in unserem Guide zum Bodentransport auf US-Geschäftsreisen.

Die europäische Etappe gehört uns

Eine New-York-Reise, die in den Niederlanden beginnt, besteht nicht aus einer, sondern aus drei Bodenfahrten: von zu Hause nach Schiphol, vom JFK nach Manhattan und dasselbe Paar zurück. SilverDrive deckt die europäischen Enden ab: ein Chauffeur vor Ihrer Tür mit verfolgtem Flug, dasselbe bei Ihrer Rückkehr, Flughafentransfers mit Festpreisen, die bei der Buchung vereinbart werden. Das New Yorker Mittelstück überlassen wir New York, mit diesem Guide als unserem Beitrag.

Häufig gestellte Fragen

Was bedeutet „Car Service” in New York?

Ein vorbestellter Privatwagen einer lizenzierten Basis, eine Tradition aus Brooklyn, Queens und der Bronx, wo Yellow Cabs kaum je durch die Straßen fuhren. Sie buchen, eine Limousine holt Sie an Ihrer Adresse ab, und der Fahrpreis wird vorab genannt. Es ist der örtliche Vorfahr dessen, was in Europa Mietwagen mit Fahrer heißt.

Kann man Yellow Cabs überall in New York heranwinken?

Yellow Cabs konzentrieren sich stark auf Manhattan, wo das Heranwinken auf der Straße gut funktioniert. In den äußeren Bezirken sind sie selten: Deshalb gibt es die grünen Boro Taxis und die örtlichen Car Services. Außerhalb Manhattans planen Sie mit Vorbestellung oder App.

Ist Uber günstiger als ein Yellow Cab in New York?

Manchmal, und manchmal ausdrücklich nicht. App-Preise sind dynamisch und steigen zu Stoßzeiten steil an, während die Taxameter der Yellow Cabs reguliert sind. In ruhigen Stunden gewinnt oft die App; bei Regen, im Berufsverkehr oder rund um große Veranstaltungen ist das reguläre Taxi oder ein vorab kalkulierter Car Service häufig das bessere Geschäft.

Was ist der beste Weg vom JFK nach Manhattan?

Den einen besten Weg gibt es nicht. Der AirTrain mit U-Bahn oder LIRR ist am günstigsten und immun gegen Stau. Der offizielle Taxistand bietet einen regulierten Festbetrag. Ein vorab arrangierter Car Service gibt Ihnen einen namentlich bekannten Fahrer und einen festen Preis. Die Fahrt dauert je nach Verkehr rund 45 bis 90 Minuten.

Wie schlimm ist der Verkehr in Manhattan wirklich?

Wirklich schlimm, und dazu unberechenbar. Ein Block quer durch die Insel kann länger dauern als die Fahrt vom Flughafen, und für den belebtesten Teil Manhattans gilt inzwischen eine Staugebühr. Für kurze Wege schlagen die U-Bahn oder die eigenen Füße häufig jedes Auto. Planen Sie Straßenzeit großzügig.

Betreibt SilverDrive einen Car Service in New York?

Nein. SilverDrive fährt ausschließlich in Europa. Bei einer New-York-Reise ist unsere Rolle die europäische Etappe (Transfer mit Chauffeur nach Schiphol oder zu einem anderen Abflughafen und die Abholung bei Ihrer Rückkehr) sowie die Prüfkriterien in diesem Guide, mit denen Sie einen US-Anbieter beurteilen.

Buchen Sie die Etappe, die wir tatsächlich fahren

Entschlüsseln Sie New York mit diesem Guide, buchen Sie für die amerikanische Seite einen lizenzierten örtlichen Anbieter mit Festpreis, und lassen Sie uns die europäische Seite mühelos machen. SilverDrive fährt Sie von Ihrer Tür nach Schiphol mit kostenloser Flugverfolgung und wartet, wenn Sie zu Hause landen: eigene Flotte, Festpreise, rund um die Uhr. Buchen Sie Ihren Flughafentransfer.